Wenn uns jemand nach einer Spende fragt, dann halten wir meistens unsere Brieftaste ganz fest umklammert. Doch manchmal ist beim Spenden gar kein Geld gefragt.
Denn spenden kann man vieles. Neben Geld übrigens auch Teile unseres eigenen gesunden Körpers, wie Blut, Nieren. Und es gibt Viele, die auf eine solche Spende warten.

Eugene Melnyk (im Bild), Besitzer der NHL Mannschaft Ottawa Senators, hat das Warten am buchstäblich eigenem Leib erfahren. Lange Zeit wartete er auf eine neue Leber. Die Zeit, in der die Ärzte täglich ohne gute Neuigkeiten zu ihm kamen, schien kein Ende zu nehmen. Doch ein anonymer Spender rettete ihm im Mai 2015 das Leben.
Daraufhin beschloss er, etwas zu tun, um allen zu helfen, die ähnliches durchmachen müssen. Seine Initiative The Organ Project hat es sich zum obersten Ziel gesetzt, die Warteliste für Transplantationspatienten zu beenden.
Zahlreiche Kampagnen sollen das Bewusstsein der Menschen fördern und so viele wie möglich davon überzeugen, sich als Spender eintragen zu lassen, denn täglich sterben in den USA 18 Menschen, die auf ein lebensrettendes Organ warten.
Melnyk betont diesbezüglich gerne die Statistik über sein Heimatland, die besagt, dass zwar 90 Prozent der Kanadier für Organspenden sind, aber nur knappe 20 Prozent etwas dafür getan haben.
Allein durch die Gala, die zur Vorstellung des Projektes diente, wurden zwei Millionen Dollar gesammelt, die dazu beitragen sollen, die Reichweite des Aufrufes zu erweitern. Durch Melnyks eigenen engen Bezug zur Sportwelt, konnten mehrere Werbespots mit Eishockeyspielern gedreht werden und in den Stadien gezeigt werden.
Auch arbeitet The Organ Project eng mit anderen ähnlichen Organisationen, so wie auch der Regierung zusammen, um einen Weg zu finden, das System der Organspende und -Transplantation zu optimieren.
Auch in Südtirol ist das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen in Sachen Organen noch etwas aus dem Gleichgewicht. Eine Innsbrucker Studie aus dem Jahr 2014 bestätigt, dass in demselben Jahr ganze 80 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation standen, aber nur 20 Organe von Leuten aus der Provinz Bozen gespendet wurden.
Deshalb wurde hier zu Lande eine ähnliche Initiative ins Leben gerufen. Die Kampagne spende LEBEN soll die Menschen in Südtirol auf die Möglichkeit hinweisen, mit einer einfachen Unterschrift an der richtigen Stelle ein Leben zu retten.

Für mehr Infos dazu, auf den unteren Link klicken

http://www.provinz.bz.it/gesundheit-leben/gesundheit/kampagnen/spende-leben-dona-vita.asp

Bild: www.donatelife-organdonation.blogspot.com