Nicht mehr lange und es geht los. Im Juni 2018 beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Russland – auch ohne die squadra azzura. Zahllose Begeisterte werden sich wieder vor den Bildschirmen versammeln, um die Spiele mit zu verfolgen und die wenigen Gelangweilten, die da noch übrig bleiben, werden sich in eine andere Ecke des Zimmers verziehen, um über die Gehälter der Spieler zu lästern. Denn Fußballer verdienen zu viel, das wissen einige von denen sogar selbst.
Zum Beispiel Juan Mata, spanischer Nationalspieler, aktuell bei Manchester United unter Vertrag. Er hat schon seit einiger Zeit die Nase gestrichen voll von den irrwitzigen Summen, mit denen die Vereine um sich schmeißen.
„Der Fußball lebt in einer Blase“, meint er dazu. Deshalb ist er Gründer, erstes Mitglied und überzeugter Aktivist der Common Goal Initiative. Die Idee dahinter ist simpel: jeder Fußballer, der mitmacht, erklärt sich dazu bereit, ein Prozent seines Gehalts direkt zu spenden. Für die millionenschweren Kicker macht das Hundertstel weniger auf dem Gehaltsscheck nicht viel aus, die Organisationen, die das Geld bekommen, können damit hingegen sehr viel anfangen. Denn allen dürfte klar sein, dass bei den Summen, die ein Profi heutzutage verdient, auch nur ein Prozent schon einen großen Unterschied bewirken kann.
Um das mal zu verdeutlichen: Mata selbst verdient 9,5 Millionen Euro jährlich (8,5 Millionen £). Das würde bedeuten, dass er davon im Jahr 95.000 Euro spendet. Und der Spanier ist bei weitem nicht der am besten verdienende Spieler.
„Die Menschen unterschätzen den Fußball. So viele Leute sehen uns, wir können das zu unserem Vorteil ausspielen und so vielen Menschen wie möglich helfen.“
Der Welt- und Europameister wurde zum Gesicht der Initiative und macht mächtig Werbung in der Umkleide. Neben den Trainer des Jahres aus der Bundesliga, Julian Nagelsmann, konnte er auch Mats Hummels vom FC Bayern und Giorgio Chiellini von Juve mit an Bord holen. Doch auch der Damenfußball versteckt sich nicht, allen voran Alex Morgan, Weltmeisterin und Olympiasiegerin mit den USA.
Falls also jemand unter den Lesern eine Fußballkarriere geplant haben sollte, jeder ist zum Mitmachen eingeladen.

Für Interessierte geht’s hier unten zur Webseite.
http://www.common-goal.org/

Bild: http://www.manutd.com/sitecore/shell/~/media/D6B3151CDEB643DF960C3AF99CBE71C6.ashx?w=1280&h=720&rgn=0,74,3729,2178